Rastislav Štúr, Chefdirigent der Oper des Slowakischen Nationaltheaters (2006-2007 und 2008-2009) wurde 1969 in Bratislava/Pressburg geboren und erhielt seine musikalische Ausbildung an der Janáèek Musikakademie in Brünn  bei Prof. Jan Zbavitel.

Schon während seines Studiums wurde er Assistent an der Oper des Janaèek Theaters in Brünn, der Oper des Slowakischen Nationaltheaters und dirigierte das dortige Kammerorchester  während dessen  Tournee durch  Spanien.

Nach seinem Studienabschluss (1995) bekam er ein Engagement als Dirigent an der Oper des Slowakischen Nationaltheaters. Er debütierte hier mit dem Mephistopheles (Boito) und  in Folge stand er bei diesen Premieren am Pult: Der Barbier von Sevilla (Rossini), Die Zauberflöte (Mozart), Die verkaufte Braut (Smetana), Nabucco (Verdi), Andrea Chénier (Giordano), Die Jungfrau von Orleans (Tschaikowski), Die Regiments-Tochter (Donizetti), und Der Maskenball (Verdi), sowie bei den Balletten, Andersen (Nedbal), Spartakus (Chacaturjan) und La Sylphide (Lovenskjold). Außerdem dirigiert er beim Slowakischen Nationaltheater auch La Traviata (Verdi), Tosca (Puccini), Cosi fan tutte (Mozart), Falstaff (Verdi), Lucia di Lammermoor (Donizetti) und Werther (Massenet).

Im  Jahr 2004 unternahm er mit der Oper des Slowakischen Nationaltheaters eine Operntournee nach Japan,  wo insgesamt zwölfmal die Oper La Traviata aufgeführt wurde.

Nach seinem erfolgreichen Debüt mit Tristan und Isolde (Burghauser) an der Oper des Janaèek Theaters in Brünn, übernahm er auch die musikalische Leitung an der Kinderoper Hrátkyèertem (Podéš), sowie an der Oper Der Troubadour (Verdi) und an den Balletten, Batalion (Fišer), Daphnis und Chloe (Ravel) und Les Biches (Poulanc).

Im Dezember 1999 leitete er an der L´Opéra National du Rhin,  Die  verkaufte Braut (Smetana),  mit  dem  Orchestre Philharmonique de Strasbourg und vielen  berühmten Solisten aus der ganzen Welt.

Es folgten die Auftritte mit Grössen, wie Gabriela Beòaèková (Prager Symphonie Orchester, 2000), Eva Urbanová und Jelena Obrazcova (Prager Symphonie Orchester, 2002), Ilona Tokody (Prager Symphonie Orchester, 2003) und das Konzert von Peter Dvorský und Montserrat Caballe (Bratislava, 2000), von dem die grosse Diva der Opernwelt anschließend schwärmte: Mit dem Orchester bin ich sehr zufrieden und in den jungen Dirigenten Rastislav Štúr habe ich mich verliebt! Man spürrt, dass sein Leben von der Musik geprägt  ist.“ (PRAVDA, 4.12.2000).

Rastislav Štúr dirigierte aber  z.B. auch an den Opernhäusern in GrazDer Liebestrank (Donizetti), in GiessenDer Barbier von Sevilla (Rossini), in EssenCosi fan tutte (Mozart) und noch an vielen anderen.

Dazu kommt eine rege Konzerttätigkeit mit internationalen Orchestern, u.a. das Gala-Konzert mit dem Cairo Symphonie Orchester (Ägypten), Konzerttourneen mit Czech virtuosi (2000) und dem Ostrava  Philharmonie Orchester (Spanien, 2002/2003), das Konzert der Südwestdeutschen Philharmonie und Heinrich Schiff (Konstanz, 2004), sowie die Konzerte mit der Moskauer Philharmonie (Moskau, 2004) und dem Sao Paolo Symphonie Orchester (Brazil, 2005).

Von besonderer Bedeutung ist seine Zusammenarbeit mit Peter Dvorský. Seit 1999 treten sie regelmäßig  mit den wichtigsten  Orchestern der Slowakei, Tschechiens und Österreichs auf. Zusammen mit der Prager Philharmonie haben sie 2001 die CD, „Vivere“, produziert.

Rastislav Štúr ist häufiger Gastdirigent der Slowakischen Philharmonie (Abonnementkonzerte in Bratislava, CD Jolana Fogašová  2000, die Konzerte in der Kölner Philharmonie 2003 u. 2006, Interlaken 2005, ...).

Viele Konzerte dirigiert er auch mit dem Prager Symphonie Orchester (z.B. Prag und Nürnberg 2003, Wroclaw 2004, Operntournee 2005 durch die USA - 26 Konzerte, Merseburg 2005, ...) und mit dem Tschechischen National Symphonie Orchester (mit Anatoly Kotcherga 2006 Prague, Konzerthaus Berlin 2008, mit Ute Lemper 2008 Prague PROMS...).